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Wie soziale Isolation das Gehirn verändert

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Update: 30. Nov 2018 @ 9:50 pm
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Eine neurale chemische Substanz wird während sozialer Langzeit-Isolation vermehrt im Gehirn produziert und verursacht damit erhöhte Aggression und Furcht.

Die Blockade dieses Stoffes eliminierte die negativen Effekte der Isolation.

In einer vorangegangenen Studie an Drosophila hatte man das Neuropeptid Tachykinin entdeckt, welches die Aggression in isoliert gehaltenen Fliegen erhöhte.

Untersuchungen an Mäusen bestätigten, dass Tachykinin evolutionär auch bei Säugetieren erhalten geblieben war.

Dort enkodiert und produziert das Tachykinin-Gen Tac2 das Neuropeptid Neurokinin B in Neuronen spezieller Regionen wie der Amygdala und dem Hypothalamus, die in der Regulation von emotionalem und sozialem Verhalten eine Rolle spielen.

Zwei Wochen Isolation führte zu einer vermehrten Expression von Tac2 und der Produktion von NkB über das gesamte Gehirn der Tiere. Die Verabreichung einer Chemikalie, die die NkB-Rezeptoren blockierte, befähigte die Mäuse wieder zu normalem Verhalten zurückzufinden.

Umgekehrt führte die künstliche Erhöhung von Tac2 und die Aktivierung der korrespondierenden Neuronen in normalen Mäusen zu einem Verhalten wie bei gestressten Tieren.

Die Unterdrückung von Tac2 und seiner Rezeptoren in Genen der Amygdala vermehrte das Furcht-Verhalten, aber nicht die Aggression; dasselbe im Hypothalamus eliminierte die erhöhte Aggression aber nicht die anhaltende Furcht.

Menschen haben ein analoges Tac2 Signalsystem; dies impliziert die Übersetzung der Ergebnisse in Klinische Anwendungen.

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