Epis Karussell

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Baden-Baden-Impressionen
Villa Kettenbrücke, Maria-Viktoria-Straße 53
Die für A. Lydtin, den bekannten Landestierarzt in Baden und Schöpfer eines mustergültigen Veterinärwesens, erbaute „Villa Kettenbrücke“ erhielt ihr heutiges Aussehen durch den Umbau nach Plan von A. und H. Vetter 1902. Die zweigeschossige, verputzte, mit weißem Sandstein gegliederte Villa mit Ecktürmchen, das mit einer Laterne versehen ist, zeichnet sich auch durch schmiedeeiserne Balkongeländer aus. Die Erhaltung des Gebäudes mit Freibereich und Einfriedung steht aus künstlerischen und heimatgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse. Die in der Maria-Viktoria-Straße 53 direkt an der historischen Lichtentaler Allee gelegene Villa Kettenbrücke gilt laut dem „Denkmalpflegerischen Werteplan Innenstadt Baden-Baden“ als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung. Als tragende Säule schützt sie das städtebauliche Ensemble der UNESCO-Welterbestadt. Die um 1850 errichtete Villa ist ein herrschaftliches Gebäude. Sie zeugt von der glanzvollen Epoche Baden-Badens als europäische Sommerhauptstadt. Das Gebäude besticht im Inneren durch seine wertvolle Originalsubstanz. Dazu zählen filigrane Stuckdecken mit Blüten- und Blättermotiven, historische Wandfliesen in der Küche sowie Buntglasfenster mit Orchideenmotiven im Wintergarten. Über viele Jahre stand das markante Anwesen an der Oos komplett leer. Der fortschreitende Substanzverlust war ein dauerhaftes Ärgernis für den lokalen Denkmalschutz. Im Jahr 2021 erwarb das European Heritage Project des Unternehmers Peter Löw das geschützte Kulturdenkmal und rettete es so. Aktueller Status: Die aufwendigen Restaurierungsarbeiten wurden erfolgreich abgeschlossen. Wie die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) berichten, erstrahlen die Beletage und die historischen Räume wieder in dem originalen Glanz des 19. Jahrhunderts. Das Gebäude wird heute als exklusiver Wohnraum genutzt.
48°45'02.16"N 8°14'42.47"E