Bild mit buntem Gemüse-Arrangement

Einflussfaktoren auf Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden

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Update: 30. Nov 2018 @ 9:48 pm
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Vorwort

Die Wissenschaften bewegen sich fort und damit finden sich viele ihrer Befunde und Bewertungen im Wandel. In der Vergangenheit galten andere Empfehlungen für eine gesunde Ernährung als heute.

Beschränkung der Nahrungsaufnahme auf ein Minimum führt in Tiermodell-Untersuchungen zu deutlicher Lebensverlängerung. Nicht wenige Menschen übersetzten diese Ergebnisse in eine Modifikation ihrer eigene Nahrungsaufnahme. Andere und differenzierende Ergebnisse stehen an.

Moderater Konsum von Kohlenhydraten zeitigt beim Menschen das geringste Sterblichkeitsrisiko. Kohlenhydratarme Proteine und Fette aus pflanzlichen Quellen, sind besser, als Proteine und Fetten aus tierischen Quellen.

Seit einigen Jahren muss die Nahrungsmittel-Industrie ihre vollmundigen Gesundheitsversprechen bei Probiotika unterlassen. Heute wissen wir mehr. „Probiotika regenerieren eine geschädigtes Darmmilieu.“ Diese von mir noch vor ein paar Wochen erstellte Formulierung muss nun auch schon wieder relativiert werden. So weisen aktuelle Studien nach, dass eine Probiotikagabe nach einer Antibiotikatherapie die Regeneration des nativen Darmmikrobioms nachteilig deutlich verzögert¹.

Jetzt möchten einige Ärzte die Probiotika als Arzneimittel einstufen. Übermäßiger Konsum von Probiotika führt dazu, dass die Bakterien des Dickdarms den Dünndarm besiedeln. Starke Blähungen, Bauchschmerzen und Bewusstseinstrübungen sind die Folgen.

Der informierte und gesundheitsbewusste Mensch ernährt sich nach allen Regeln der Kunst. Er lebt aber in einer Partnerschaft, in der Bosheit und Feindschaft regieren. Er fühlt sich krank.

Partnerschafts-Stress gilt als eines der stärksten Stressoren für den Menschen.

Starker Stress verändert die Komposition der schützenden Schleimhaut des Darmes. Bakterien und Nahrungsbestandteile wandern in die umliegenden Gewebe und in die Blutbahn ein und verursachen Entzündungen. Ernste Folgeerkrankungen resultieren daraus.

Der Verzehr von weißen Champignons

kann die Mikroben-Geinschaft im Darm so verändern, dass durch deren Stoffwechsel-Produkte die Leber den Glukosespiegel besser regulieren kann.

Weiße Champignons an Mäuse verfüttert bewirkt, dass sich bei ihnen die Komposition der Darmmikroben verändert. Die Population von Prevotella, einem Bakterium, das Propionat und Succinat produziert, dehnt sich fulminant aus. Damit entstehen mehr kurzkettige Fettsäuren, wie Propionat aus Succinat.
Succinat und Propionat beeinflussen die Expression von Genen, die die Glukoseproduktion steuern positiv.

Für den Menschen wäre eine tägliche Portionsgröße von 85 Gramm weißen Champignons wirksam.
Die Champignons dienen in diesem Fall als Präbiotikum, das heißt, als eine Substanz, die nützliche, im Darm vorhandene, Bakterien ernährt. Probiotika sind lebende Nutzbakterien, die mit der Nahrungsaufnahme in den Verdauungstrakt gelangen.

Die Art einer Diät und das Mikrobiom bedingen sich, jede Modifikation, die Sie an der Diät vornehmen, ändert das Mikrobiom.

Das MS-Risiko um 50 Prozent vermindern

Menschen, die eine Diät mit hohem Gemüse- und Fischanteil einnehmen, zeigen ein vermindertes Risiko für Multiple Sklerose. Eine Studie untersuchte die Zusammenhänge zwischen den Ernährungsmustern und dem Risiko einer ersten klinischen Diagnose. Die Demyelinisierung des zentralen Nervensystems ist ein häufiger Vorläufer der MS.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen einer höheren Aufnahme von gesunden Lebensmitteln und einem geringeren Risiko der Multiplen Sklerose (MS). Als gesund wurde eine Ernährung mit Gemüse, Fisch, Eiern, Geflügel und Hülsenfrüchten betrachtet.

Es gibt eine Reihe bekannter umweltbedingter Risikofaktoren für MS. So ein niedriger Vitamin-D Status und eine geringe Sonneneinstrahlung, Rauchen und eine Vorgeschichte des Drüsenfiebers. Jetzt sehen wir, dass Ernährung und Nahrungsaufnahme eine wichtige Rolle spielen.

Es zeigte sich ein um rund 50 Prozent geringeres Risikos durch die bessere Ernährung. Hier verglich mit Menschen deren Diät wenig gesund war.

MS ist eine Krankheit, die derzeit nicht heilbar ist. Es ist wichtig, Menschen, die ein höheres Erkrankungsrisiko haben, zu beraten. Als Beitrag, ihren Lebensstil und ihre Ernährung zu verbessern.

Feindlichkeit in der Paar-Gemeinschaft führt zu Darmschäden

Feindschaft in der Beziehung ist mit Entzündung und Bakterien im Blutkreislauf assoziiert.
Verheiratete Menschen, die böswillig miteinander umgehen, leiden eher an undichten Eingeweiden. Ein ernstes Problem, das Bakterien ins Blut freisetzt und krankmachende Inflammatio hervorruft.

Dies beleuchtet einen Zusammenhang zwischen schlechten Ehen und schlechter Gesundheit.
Bei einem Teil der Menschen mit ernsten Eheproblemen kommt es zu Veränderungen im Darm, die zu Entzündungen und zu Krankheiten führen.

Männer und Frauen, die stärker ausgeprägtes feindseliges Verhalten zeigten, hatten höhere Werte eines Biomarkers für undichtes Darmgewebe. Das LPS-bindendes Protein war bei ihren milderen Zeitgenossen niedriger.

Der Nachweis eines undichten Darms war noch größer, wenn ein Ehepartner eine Vorgeschichte von Depression oder einer anderen Stimmungsstörung hatte.

Ehelicher Stress ist ein sehr starker Stress. Eheliche Zwietracht verlangsamt die Wundheilung und das Risiko für Krankheiten, die durch Entzündungen entstehen. Depressionen, Herzerkrankungen und Diabetes nehmen zu.

Der LBP-Biomarker, der mit Bakterien im Blutkreislauf assoziiert ist, gab den Nachweis von undichtem Darm. Dieser ist ein wenig verstandenen Zustand. Die Auskleidung des Darms wird durchlässiger. Teilweise gelangen verdauten Nahrungsmitteln und Bakterien in den Blutkreislauf.

Ein starker Zusammenhang zwischen LBP und Anzeichen einer Entzündung im Vergleich zu den Teilnehmern mit dem niedrigsten LBP wurde klar. Der Gehalt an C-reaktivem Protein, dem primären Biomarker der Entzündung, war 79 Prozent höher.

Ein weiterer Biomarker von Bakterien ist das lösliche CD14. Auch eine Handvoll etablierter Entzündungsmarker zeigte Korrelationen. Die Biomarker von undichtem Darm gehen mit der Zunahme der Entzündung einher.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen Stress, dem sympathischen Nervensystem und Veränderungen der Mikroben im Darm.

Bakterien im Blut, die Entzündungen vorantreiben, tragen potenziell zu einer schlechten psychischen Gesundheit bei.

Diese Entzündungen nehmen mit dem Lebensalter zu, was bedeutet, dass die Ergebnisse bei älteren Menschen tiefgreifender ausfallen.

Es gibt Lebensstil-Änderungen, die zu einem verminderten Risiko einer darmbedingten Entzündung beitragen. Diäten mit hohem Gehalt an mageren Proteinen, gesunden Fetten, Früchten, Gemüsen und Vollkornprodukten, auch Probiotika sind nützlich.