Parkinson-Krankheit

Illustration der Parkinson-Krankheit von Sir William Richard Gowers aus A Manual of Diseases of the Nervous System (Handbuch für Krankheiten des Nervensystems) von 1886

„Die Parkinson-Krankheit oder der Morbus Parkinson (weitere SynonymeIdiopathisches Parkinson-Syndrom (IPS)Parkinsonsche Krankheit, umgangssprachlich auch Schüttelkrankheit,[1]ältere Bezeichnung: Paralysis agitans für „Schüttellähmung/Zitterlähmung“) ist ein langsam fortschreitender Verlust von Nervenzellen. Als unheilbare neurodegenerative Erkrankung zählt sie zu den degenerativen Erkrankungen des extrapyramidal-motorischen Systems. Ungefähr ein Prozent der Weltbevölkerung über 60 Jahren sind von dieser Krankheit betroffen.[2][3]

Der Morbus Parkinson ist gekennzeichnet durch das vornehmliche Absterben der dopaminproduzierenden Nervenzellen in der Substantia nigra (einer Struktur im Mittelhirn). Der Mangel an dem Botenstoff Dopamin führt letztlich zu einer Verminderung der aktivierenden Wirkung der Basalganglien auf die Großhirnrinde und dadurch zu den Bewegungsstörungen.

Die Leitsymptome (auch Kardinal- oder Kernsymptome genannt) sind:[4]

  • frühe Symptome (sind wichtig, um möglichst früh – möglichst viele Jahre vor dem Auftreten der motorischen Symptome – wegen Hinweisen auf die mögliche Erkrankung mit Parkinson durch eine Behandlung das Fortschreiten der Krankheit zu dämpfen)
    • Jahre vor dem Ausbruch Störung des Geruchssinns
    • Stimmungsschwankungen (leichte Reizbarkeit) mit leichten Depressionen
    • Verstopfung
    • das Typischste, die Störung des Traumschlafs durch atypische starke Bewegungen während des (im gesunden Zustand normalerweise bewegungslosen) REM-Schlafs (bis hin zum Schreien oder Umsichschlagen)
  • motorische Krankheit im Hauptstadium (niedriger Dopaminspiegel)
    • Muskelzittern (Tremor) in Ruhe, insbesondere als rhythmisches Zittern der Extremitäten,
    • Schrift wird etwas kleiner,
    • „unrunde“ Bewegung beim längeren Laufen (etwas nachziehen),
    • (wächserne) Muskelstarre (Rigor),
    • verlangsamte Bewegungen (Bradykinese oder Hypokinese), welche bis hin zu Bewegungslosigkeit (Akinese) führen können, sowie
    • Haltungsinstabilität (posturale Instabilität).

Die aktuelle Definition des Parkinson-Syndroms fordert, dass das Kardinalsymptom Bradykinese oder Akinese mit wenigstens einem der anderen Symptome (RigorTremor oder posturale Instabilität) in Kombination auftritt. Daneben sind verschiedene sensiblevegetativepsychische und kognitive Störungen möglich.

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Synonyme:
Parkinson, Morbus Parkinson, Idiopathisches Parkinson-Syndrom, Schüttelkrankheit, Paralysis agitans, Parkinsonkrankheit,
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